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Verwalterwechsel/Erstellung der Jahresabrechnung

In einer Eigentümerversammlung vom 21.01.2015 beschlossen die Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft, die Verwalterin mit sofortiger Wirkung abzuberufen und en Verwaltervertrag zu kündigen.

Später wurde eine neue Verwalterin gewählt, die die abberufene Verwalterin aufforderte, die Jahresabrechnung 2014 zu erstellen.

 

Dieses wurde von ihr verweigert.

 

Der Bundesgerichtshof hat nunmehr festgestellt, dass der Anspruch auf Erstellung der Jahresabrechnung 2014 spätestens mit Ablauf des Wirtschaftsjahres am 01.01.2015 entstanden ist.

 

Scheidet mithin der Verwalter im Laufe des Wirtschaftsjahres aus seinem Amt aus, schuldet er – vorbehaltlich einer abweichenden Vereinbarung – die Jahresabrechnung für das abgelaufene Wirtschaftsjahr, unabhängig davon, ob im Zeitpunkt seines Ausscheidens die Abrechnung bereits fällig war.

 

Die einmal entstandene Pflicht zur Erstellung der Jahresabrechnung besteht fort, auch wenn der Verwalter während des folgenden Wirtschaftsjahres aus dem Amt scheidet. Sie geht nicht auf den neuen Verwalter über.

 

Die Abrechnungspflicht des ausgeschiedenen Verwalters erstreckt sich auf die Wirtschaftsjahre, die bei seinem Ausscheiden schon abgelaufen waren. Für die Abrechnung des Wirtschaftsjahres, in dem der unterjährige Verwalterwechsel stattfindet, ist der neue Verwalter zuständig. (BGH vom 16.02.2018 (V ZR 89/17)).

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